... gibt es für die Kernel 2.6.33 und 2.6.34 schon vorbereitete ".config"-Dateien, um die neuen Kernel weitestgehend analog zun Kernel 2.6.30.9-qx1 zu konfigurieren? Oder kann man die Konfiguration der Kernels 2.6.30.9-qx1 als Ausgangsbasis zur Konfiguration der neuen Kernel verwenden?
Meine Kernel haben zur Laufzeit alle die Konfiguration in /proc/config.gz parat.
Im laufenden System kompiliere ich immer nach folgendem Schema:
- cd /usr/src/<neuer-kernel>
- zcat /proc/config.gz > .config
- make prepare && make scripts
- make oldconfig
- make menuconfig
Ich sehe es genau so wie Du, dass man immer die aktuelle, funktionierende Konfiguration als Basis für einen neuen
Kernel nehmen sollte.
Ich tendiere dazu, zumindest Kernel und Module in ein Paket zu packen. Da sich die Dateien einer Kernelversion im Namen von anderen Kernelversionen unterscheiden und auch die Module in versionsspezifischen Verzeichnissen unterhalb "/lib/modules" zu liegen kommen, kann ich verschiedene Kernelversionen auf einem System installieren.
Das kannst Du halten wie die Dachdecker

- Das Aufteilen des Kernels in eigene Pakete in FFSL ist bedingt durch
den Wunsch nach mehr Flexibilität.
Die Firmware-Dateien der Kernel landen immer in "/lib/firmware". Damit werden vorhandene Firmware-Dateien überschrieben. Bisher habe ich immer die Erfahrung gemacht, dass Hardware, die unter einem vorhandenen Kernel mit seinen zugehörigen Firmware-Dateien funktioniert, auch mit einem neueren Kernel läuft, ohne das dessen Firmware-Dateien mit installiert werden.
In den meisten Fällen hast Du hier Recht.
Ist es denn so, wenn ich einen Kernel 2.6.33 oder 2.6.34 mit den zugehörigen Firmware-Dateien installiere, auch der bisherige Kernel 2.6.30.9-qx1 mit den neueren Firmware-Dateien zusammenspielt?
Das kommt auf die Firmware an - Wenn diese in der neueren Version auch neuere Funktionen bietet, kann es schon
'mal passieren, dass die Treiber älterer Kernel nicht mehr funktionieren.
Da flux und ich als Distributoren auf Zuverlässigkeit mehr Wert legen müssen, ist auch das ein Grund für das Aufteilen der Pakete. So kann man gegebenenfalls eine ältere Firmware manuell in ein neueres Paket integrieren.
Gruss, Quax